Die Geschichte der analogen Kamera

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Die historische Entwicklung der analogen Kamera reicht weiter zurück, als viele Menschen annehmen. Bereits im Mittelalter war die sogenannte "Camera obscura" bekannt. Dabei handelte es sich um ein lichtdichtes Gehäuse mit einer kleinen Öffnung an der Vorderseite, durch die Licht auf die Rückseite des Kastens gelangte. Die Öffnung fungierte gleichzeitig als Blende und als Linse und ein Bild des Objekts vor der Öffnung wurde auf die Rückwand projiziert. Die "Camera obscura" wurde damals hauptsächlich zur Sonnenbeobachtung eingesetzt. Laut Definition handelt es sich dabei jedoch nicht um eine echte Kamera, weil das Bild noch nicht aufgezeichnet werden konnte. Bei der analogen Kamera wird das Bild durch eine Anordnung von Blenden und Linsen auf eine lichtempfindliche Fläche (Film, Platte) projiziert. Dort bewirkt das Licht dauerhafte Veränderungen im Material und lässt so das eigentliche Foto entstehen. Meist werden Silberverbindungen als Chemikalie benutzt.

Die erste bekannte Fotografie stammt aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Danach wurden sogenannte Daguerreotypien, Vorläufer der heutigen Fotos, kreiert. Sie waren Einzelstücke und konnten nicht vervielfältigt werden. Die frühen Kameramodelle waren Holzkonstruktionen, bei denen sich die lichtempfindliche Schicht auf Platten befand. Wegen der geringen Lichtempfindlichkeit des Materials mussten Fotos extrem lange belichtet werden. Diese frühen Kameras bestanden aus denselben Grundelementen, aus denen auch heutige Spiegelreflexkameras aufgebaut sind: einem Objektiv, durch das Licht in die Kamera gelangt, einer Blende mit Verschluss, die Stärke und Dauer der Belichtung reguliert, und einem Träger mit lichtempfindlichem Material, auf dem das Bild festgehalten wird.

Die ersten Fotokameras wurden in Deutschland bereits 1839 produziert. Nur wenige Jahre später kam die erste, vollständig aus Metall gefertigte, Kamera auf den Markt. Die Kameras der damaligen Zeit waren groß und unhandlich, weil die Größe des Fotos der Größe des Aufnahmeformats entsprach. Erst Anfang der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurde der 35-Millimeter-Rollfilm entwickelt, der den Bau von Kleinbildkameras ermöglichte, die unterwegs mitgeführt werden konnten. Von der Zeit an begannen sich Fotoapparate allgemein durchzusetzen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Oliver Schmid

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